Das fette Haus: Ein Hybrid im Züricher Westen

Das Geroldareal zwischen Viaduktbögen und Prime Tower.

Das fette Haus: eine Stadt in der Stadt.

Lorenz Brugger und Olivier Levis, ETH Zürich 2011
Das fette Haus
Lageplan

Das fette Haus: Das Areal im Züricher Westen liegt eingepfercht zwischen 3 Verkehrsachsen: die Hardbrücke im Westen verbindet Zürich mit den Autobahnen der ganzen Schweiz und dem Flughafen. im Süden verlaufen die Schienen der Schweizer Bundesbahnen und im Osten laufen die Viaduktbögen, die als Trasse für die S – bahn dienen und somit die Region um Zürich erschließen.

Das fette Haus
Grundriss +0,0: Zugänge

Einzig im Norden grenzt das Gelände an ein Gebäude, die Zürcher Kantonalbank. Dieses schottet das Gelände vollends von der Umgebung ab. Hinter der Hardbrücke entsteht der Prime Tower, der schon jetzt als neues Wahrzeichen von Zürich gepriesen wird und ein neues Dienstleistungszentrum werden soll.
Auf der anderen Seite des Areals werden die Viaduktbögen saniert und zu einem neuen kulturellen Treffpunkt ausgebaut. Diese ergeben mit dem dahinterliegenden Kreis 5 das klassische Bild eines städtischen Quartiers, das zum verweilen und flanieren einlädt.

Das Areal an der Geroldstrasse kann somit durch eine städtebauliche und architektonische Lösung zum Verbindungsglied zwischen einer Welt der global player und einer Welt der hippen Jungverdiener werden.

 

Der Entwurf

Der Vorschlag ist, ein Gebäude zu entwickeln, das dieses Potential aufnimmt und verstärkt. Auf der einen Seite muss das Gebäude städtebaulich einen bogen von der Hardbrücke zu den Viaduktbögen schlagen. Auf der anderen Seite muss diese Verbindung architektonisch so gestaltet sein, dass ein Weg durch das Gelände entsteht, der die Qualitäten beider Welten enthält: groß und repräsentativ aber zugleich auch klein und verwinkelt.

Das fette Haus
Nutzungsschema

Der innere Weg bzw. die innere urbane Qualität ist somit das zentrale Thema des Entwurfs. Dieser wurde durch modellhaftes Vorgehen erforscht und entwickelt. es entstanden eine reihe von Gipsmodellen, die verschiedene Wege durch das Areal beschreiben. die Nutzungen des Gebäudes, bestehend aus Kongresszentrum, Hotel, öffentlichen Nutzungen und Maisonette Wohnungen docken an diesen weg an.

Das fette Haus
Schema Schnitte

2 große Eingänge erschließen das Gebäude von der Hardbrücke bzw. von den Viaduktbögen. ein System von Höfen und Terrassen zieht sich durch das Gebäude hoch und mündet im Zentrum der Struktur, dem großen Platz, von dem alle Hauptnutzungen wie besagtes Kongresszentrum oder das Hotel erschlossen werden.

8,5 200er.ai
Grundriss +8,5: Das Fenster zur Stadt
Grundriss+24: Maisonette Wohnungen.

Von der anderen Seite erschließt sich das Gebäude etwas direkter. Der Weg führt unter dem Kongresssaal durch und läuft dann direkt zum großen Platz, was als Fenster zu Zürich interpretiert wird. Ein Raum auf etwa 10 Metern Höhe, der einen blick über die schienen der SBB hin zur Stadt Zürich bietet und somit einen Mittelpunkt bildet, wo sich Leute aus Zürich und dem internationalen Ausland, die dieses Gebäude betreten werden, treffen.

Das fette Haus
Längsschnitt
Das fette Haus
Querschnitt

 

Das fette Haus
Ansicht Süd
Das fette Haus
Längsschnitt

 

Kenndaten

Geschossfläche: 96.960 m²
Footprint: 16800 m² (bei einer Parzellengröße von 20200 m²)
Dichte: 4,8